BIOGRAPHIE

Hasmik Papian - Biographie


Die armenische Sopranistin Hasmik Papian schloss ihr Studium an der Musikhochschule Eriwan zunächst im Fach Violine ab, dann im Fach Gesang. Nach ihrem Debüt an der armenischen Nationaloper war sie u.a. an der Bonner Oper und an der Deutschen Oper am Rhein, Düsseldorf, engagiert. Schon bald wurde sie an eine Vielzahl von Opernbühnen auf der ganzen Welt – darunter die renommiertesten – eingeladen.

Ihr Repertoire erstreckt sich von Donna Anna (DON GIOVANNI), Matilde (GUILLAUME TELL), Rachel (LA JUIVE) und Micaëla (CARMEN) über Mimì (LA BOHEME), Magda (LA RONDINE), TOSCA, SUOR ANGELICA, MADAMA BUTTERFLY und Margareta/ Elena (MEFISTOFELE) bis hin zu Lisa (PIQUE DAME). Es umfaßt allein zwölf Verdi-Partien: LA TRAVIATA, Desdemona (OTELLO), AIDA, Leonora (IL TROVATORE und LA FORZA DEL DESTINO), Elisabetta (DON CARLO), Elena (I VESPRI SICILIANI), Amelia (SIMON BOCCANEGRA), Elvira (ERNANI), Abigaille (NABUCCO), Odabella (ATTILA) sowie das REQUIEM. Eine für ihre Karriere zentrale Partie ist NORMA; in dieser Rolle trat die Sängerin u.a. in Wien, Baltimore und Washington, am Regio von Turin, an der Opéra de Marseille, auf den Festivals Chorégies d'Orange und Luglio Trapanese (Sizilien), in Rotterdam und an der Nederlandse Opera Amsterdam, am Nationaltheater Mannheim, in St. Gallen sowie in Montreal, Detroit und Denver auf. Die Amsterdamer Produktion ist im Oktober 2006 als DVD erschienen (opus arte).

Das weit gespannte Konzertrepertoire reicht von Bach, Pergolesi, Vivaldi, Mozart, Beethoven (9. Symphonie) und Rossini bis zu Brahms, Fauré, Britten und Strauss. Zeitgenössische Komponisten wie Kancheli, Kilar, Terterian und Mansurian sind ebenso vertreten wie Chatschaturian. Die Künstlerin singt Lieder von Schubert, Glinka, Tschaikovskij, Rachmaninov und Schostakovitsch. Ein großer Teil ihrer Solo-Recitals ist armenischen Komponisten gewidmet, allen voran Komitas. Zusammen mit dem Pianisten Vardan Mamikonian hat sie 26 armenische Lieder und neun Lieder auf Texte deutscher Dichter von Komitas aufgenommen, die unter dem Titel „Hommage à Komitas“ als SACD erschienen sind (Audite Musikproduktion).

Hasmik Papian gastiert regelmäßig an der Wiener Staatsoper sowie an den Staatsopern von München, Stuttgart, Dresden, Hamburg und Berlin, ebenso wie an der Deutschen Oper Berlin. Sie ist an den Opernhäusern von Köln, Essen, Karlsruhe, Mannheim, Genf, St. Gallen und Zürich aufgetreten; in Montpellier, Toulon, mehrfach in Marseille und Nizza; im Auditorium Maurice Ravel von Lyon, beim Festival de Carcassonne und wiederholt an der Pariser Bastille-Oper; an der Vlaamse Opera Antwerpen/ Gent und der Opéra Royale de Wallonie in Liège; am Teatro Comunale von Bologna, am Regio von Turin, am Massimo von Palermo, an der Accademia di Santa Cecilia, Rom, beim Ravenna Festival und an der Mailänder Scala; am Teatro Real Madrid und am Maestranza in Sevilla; in der Londoner Wigmore Hall; am Teatr Wielki Warschau; am Marinskij St. Petersburg; New Israeli Opera, Tel Aviv; New Tokyo Opera; in Seoul (Korea); in Santiago de Chilé und in Sao Paulo (Brasilien); an der Canadian Opera Company (Toronto), und an der Opéra de Montréal; beim Cincinnati Opera Festival, an der Michigan Opera (Detroit), San Francisco Opera, Washington Opera, Colorado Opera (Denver), in der Carnegie Hall und seit vielen Jahren immer wieder an der Metropolitan Opera New York.

Hasmik Papian ist mit vielen renommierten Dirigenten aufgetreten – u.a. mit Riccardo Muti, Maurizio Arena, Marcello Viotti, Jean-Claude Casadessus, Georges Prêtre, Michel Plasson, Stefan Soltesz, Ivor Bolton, Thomas Hengelbrock, Leonard Slatkin, James Conlon, Myun Wun Chung, Gennadi Rozhdestvenski und Valerij Gergiev. Für die Saison 2006/2007 sind u.a. Auftritte als Abigaïlle an der Semperoper Dresden und an der Opéra de Nice, als NORMA in Portland, sowie als AIDA in Seoul und am Liceu in Barcelona sowie Solo-Recitals in der Pariser Salle Gaveau und in der Londoner Wigmore Hall geplant.

Hasmik Papian lebt in Wien.


(Zuletzt aktualisiert: Oktober 2006)


(ca. 2.200 Zeichen)